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Eine Frage aus der Bürgerschaft
Das Anliegen betrifft die Verkehrssicherheit im Bereich der Grundschule Meinersen.
Verkehrssicherheit an der Grundschule Meinersen
Hallo Herr Spanuth,
zum Thema Verkehrssicherheit an der Grundschule Meinersen:
Vom Sportplatz bis hoch zur Schule rasen teilweise die Eltern, obwohl dort eine 30er-Zone ist.
An der Realschule kann man solche Hindernisse bauen. Warum ist das nicht auch am Sportplatz möglich?
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Bürgermeister Thomas Spanuth
Gefühlt wird in allen Straßen zu schnell gefahren und an allen Straßen wohnen auch Kinder. Folglich müssten an allen Straßen in entsprechenden Abständen Schwellen aufgebracht werden. Wollen wir das?
Messungen zeigen uns, dass die „gefühlte“ Geschwindigkeit des Beobachters am Straßenrand nicht immer mit der tatsächlich durchschnittlich gemessenen Geschwindigkeit übereinstimmt. Natürlich gibt es „Ausreißer“.
Der rasende Autofahrer wird mit entsprechenden Konsequenzen rechnen müssen, wenn eine Geschwindigkeitsmessung erfolgt oder es zum Unglück kommt. Die Polizei kontrolliert auf Wunsch auch mal, kann dies verständlicherweise aber nicht ständig in allen Wohnstraßen tun.
Wir bekommen hier zur Antwort, dass man sich auf Unfallschwerpunkte konzentriere. Diese Antwort wiederum führt dann zu der verständlichen Gegenfrage von Anwohnern: „Muss denn erst etwas passieren?“ Glücklicherweise passiert aber auf unseren Ortsstraßen wenig bis gar nichts.
Spielende Kinder haben auf unseren Straßen nichts zu suchen. Grundstücke sind so einzuzäunen, dass kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt auf die Straße laufen können. Die Verkehrserziehung in Familie, Kindergarten und Schule ist sehr wichtig, um Kinder auf ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr vorzubereiten.
Wir haben eine Spielstraße im Gemeindegebiet: die Schmiedestraße. Hier sind Parkplätze entsprechend ausgewiesen, es darf maximal 6 km/h gefahren werden und der Fußgänger hat Vorrang.
Nicht alle Autofahrer kennen diese Regel und fahren auch hier zu schnell. Leider gibt es eben keine absolute Sicherheit.
Auch die Meinung über Schwellen ist in der Anwohnerschaft unterschiedlich. Schwellen werden mitunter als Schikane wahrgenommen und können beim Aufsetzen Lärm verursachen.
Deshalb rate ich Ihnen, gemeinsam mit Ihren Nachbarn einen Antrag auf Schwellen bei der Gemeinde zu stellen. Dann wird zumindest der einvernehmliche Wunsch in der Anwohnerschaft deutlich.
Die Gemeinde bringt in aller Regel nur bei belegbaren extremen Verkehrssituationen mit besonderem Gefährdungspotenzial Schwellen auf.
Man hat mir aber in der Verwaltung zugesagt, dass die angesprochenen Straßen für eine Verkehrsmessung aufgenommen werden, um die Situation neu beurteilen zu können.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas Spanuth
Bürgermeister der Gemeinde Meinersen
Stellv. Samtgemeindebürgermeister

